Softwareentwickler werden

Um Softwareentwickler zu werden, gibt es mehrere Möglichkeiten; ein Studium an einer Universität ist nicht der einzige Weg. Softwareentwickler beherrschen in der Regel mehrere Programmiersprachen, doch sie müssen kein Mathe-Ass sein. Viele Aufgaben, die Softwareentwickler später im Berufsalltag erledigen, können zu Hause im Selbst- oder Fernstudium erlernt werden. 


Wie wird man Softwareentwickler? 

Bei Softwareentwicklern kommt es weniger auf die spezielle Ausbildung an, sondern eher darauf, was sie tatsächlich können. Bei Bewerbungen ist es aber von Vorteil, das theoretische Wissen über Zeugnisse und Zertifikate nachweisen zu können. 

Ein Weg zum Softwareentwickler ist das Studium. Mittlerweile gibt es zahlreiche IT-Studiengänge. Einige IT-Studiengänge behandeln Programmieren aber nur am Rande, daher sollten Absolventen genau prüfen, welcher für sie der passende ist. Bis zum Bachelor-Abschluss dauert es sechs Semester. 

Ein zweiter Weg in den Beruf ist die Ausbildung zum Fachinformatiker in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung. Die Ausbildung dauert drei Jahre, die Theorie wird in der Berufsschule vermittelt. 

Mittlerweile gibt es auch den Ausbildungsberuf mathematisch-technischer Softwareentwickler, der in einigen Städten sogar mit einem Studium kombiniert werden kann. 

Beim dritten Weg bringt man sich das Programmieren zu Hause selbst bei oder belegt einen Fernlehrgang. Mehrere Bildungsanbieter bieten einen Fernkurs zur Software-Entwicklung an. Wer bereits Programmierkenntnisse und fundierte IT-Kenntnisse mitbringt, hat sicher einen Vorsprung. 

 

Software ist in nahezu jedem Gerät zu finden und bildet die Grundlage für individuelle Prozesslösungen in Unternehmen. Daher steigt der Bedarf an qualifizierten Software-Entwickler:innen, die neben der Programmierung auch Aufgaben wie Beratung, Konzeption, Pflege und Wartung übernehmen.

 

Mit dem Fernstudium „Zertifizierte/r Agile/r Software-Developer/in (SGD)“ bereitest du dich umfassend auf die Berufspraxis vor, eignest dir aktuelles Fach- und Praxiswissen an und erwirbst eine anerkannte Qualifikation für deine nächsten Karriereschritte.

 

Wichtige Eigenschaften eines Softwareentwicklers 

  • analytisches und logisches Denken 
  • Interesse an IT 
  • Beherrschung von Programmiersprachen 


Wo kann man Softwareentwickler werden? 

Bei diversen Anbietern kann man Softwareentwickler werden. Die Kurse sind  im Hinblick auf die Programmiersprachen, die im Kurs erlernt werden, recht unterschiedlich. Dauer und Kosten variieren ebenfalls. Einige Fernlehrgänge konzentrieren sich speziell auf bestimmte Programmiersprachen, und Sie schließen den Kurs dann beispielsweise als geprüfter Java-Entwickler ab. 


Aufgaben eines Softwareentwicklers 

Die Aufgaben eines Softwareentwicklers sind je nach Unternehmen unterschiedlich. Einige übernehmen alle Aufgaben rund um die Entwicklung von Software, andere nur Teilbereiche. Meist besteht die Aufgabe eines Softwareentwicklers darin, je nach Kundenwunsch ein benutzerfreundliches Programm zu entwickeln. Die Umsetzung erfolgt mit Programmiersprachen wie C++ oder Java. Daher programmieren Softwareentwickler nicht nur, sondern sprechen auch mit Kunden, entwickeln Designs und testen die fertige Software. Oft betreuen sie das Projekt auch danach noch weiter, machen Updates, beheben Fehler und sind für den Kunden-Support verantwortlich. 


Softwareentwickler arbeiten in der Regel in der IT-Abteilung eines Unternehmens, in einer Software-Firma, in Forschungseinrichtungen oder Agenturen. Der Erfolg eines Softwareentwicklers hängt davon ab, welche Spezialisierung er hat und welche Schwerpunkte er bei seiner Arbeit setzt – die einen konzentrieren sich auf die Aufgaben als Webentwickler, andere programmieren Apps oder Spiele. 

Manche Softwareentwickler arbeiten selbstständig. Wer als Freelancer arbeitet, muss seine Kunden akquirieren, Rechnungen schreiben, die Buchhaltung und andere organisatorische Aufgaben erledigen. 


Gehalt eines Softwareentwicklers 

Softwareentwickler liegen beim Verdienst im Vergleich zu anderen IT-Berufen im Mittelfeld. Im IT-Consulting sind die Gehälter oft höher, in der Systemadministration geringer. Das Jahresgehalt hängt zudem davon ab, welchen Abschluss ein Software-entwickler hat. Mit einem Masterabschluss ist das Einstiegsgehalt, wie ein Gehaltsreport zeigt, oft höher als nach einer Ausbildung. 
Nach einem Bachelorabschluss ist ein Einstiegsgehalt von 42.000 Euro im Jahr möglich, mit einigen Jahren Berufserfahrung kann das Durchschnittsgehalt auf 63.260 Euro steigen. Außerdem wirken sich spezielle Kenntnisse und Personalverantwortung aus. Auch das Bundesland, die Unternehmensgröße und die Branche spielen eine Rolle. Banken bezahlen beispielsweise oft mehr als PR-Agenturen. 

Bei selbstständigen Softwareentwicklern hängt das Einkommen vom Stundensatz, ihrem Kundenportfolio und der Auftragsmenge ab und ist daher individuell. 


Warum es sich lohnt, Softwareentwickler zu werden 

IT-Experten sind gefragt wie nie – und gerade mit Blick auf die digitale Transformation kommen viele Aufgaben auf sie zu. Der Digitalverband Bitkom hat errechnet, dass es Ende 2020 rund 86 000 offene Stellen für Informatiker gab. Dies waren trotz der Corona-Pandemie mehr als noch 2018. Der MINT-Frühjahrsreport 2021 des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt, dass es im April 2021 in den MINT-Berufen 359 000 offene Stellen gab. Die IT ist hier besonders gefragt. Unternehmen suchen also händeringend Fachkräfte in diesem Bereich. 

Die Digitalisierung bringt es mit sich, dass die Einsatzfelder in der IT immer vielfältiger werden. Oft arbeiten IT-ler heute in interdisziplinären Teams an den unterschiedlichsten Projekten. Außerdem gibt es im Bereich der Informatik immer wieder neue Berufe. Daher könnte sich eine Weiterbildung zum Softwareentwickler auch für Menschen, die bereits in der Informatik arbeiten, lohnen. Softwareentwickler, die moderne Programmiersprachen wie Java, PHP oder SQL beherrschen, sind auf dem Arbeitsmarkt besonders gefragt. Weitere Qualifikationen wie sehr gute Englischkenntnisse steigern den Erfolg auf dem Arbeitsmarkt nochmals. 


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