Die französische Aussprache – die wichtigsten Basics im Überblick

Die französische Aussprache hat eine ganz eigene Phonetik

Beim Französisch-Lernen gibt es einige Ausspracheregeln zu beachten. Beispielsweise ist das h meist stumm. Aus „hôtel“ wird daher in der Aussprache „ôtel“. Die Betonung liegt im Französischen oft auf den Vokalen  a, e, i, o, u und y. Dazu kommen die Nasalvokale en, an, in, on und un. Diese machen vielen deutschsprachigen Muttersprachler:innen beim Französisch lernen oft die meisten Schwierigkeiten. Insgesamt verfügt die französische Sprache über 20 Konsonanten und 6 Vokale.  

Auf den ersten Blick ungewöhnlich sind neben den Akzenten auch die sogenannten Diakritika, diese sind insbesondere das Cedille (ç) und das Trema (ï). Diese zeigen ebenso wie viele Akzente eine Besonderheit in der Aussprache an. Ein Trema signalisiert an, dass zwei Vokale getrennt voneinander ausgesprochen werden, beispielsweise im Wort „Noël“. Bei einem Cedille wird das c vor einem a, einem o oder einem u wie ein s ausgesprochen, beispielsweise bei „ça va“. Ein Akzent zeigt bei vielen Wörtern, dass das Wort an dieser Stelle betont oder auf besondere Art ausgesprochen werden muss.


Das französische Vokalsystem

Bei den Vokalen sind im Französischen betonte und unbetonte Vokale zu unterscheiden. Die Betonung oder sprachliche Variation wird durch Akzente verdeutlicht. Beim Wort „passé“ wird das e anders ausgesprochen als in anderen Wörtern. 
Das Französische kennt drei Akzente: accent aigu (é), accent grave (è) und accent circonflexe (ê). Die Akzente machen manchmal einen Bedeutungsunterschied aus (ou = und vs. oú = wo). Die meisten Vokale werden ganz ähnlich wie im Deutschen ausgesprochen mit Ausnahme des u, das eher wie ein ü klingt. Dazu kommen einige Besonderheiten in der Aussprache von Vokalen. Beispielsweise klingt das ou in „nous“ eher wie ein u. Das eu in „bleu“ wird wie ein ö  ausgesprochen, der Grund hierfür liegt in der Sonderform der zusammengezogenen Vokale, die einen neuen Vokal ergeben (Diphtong). 

Im Vergleich zu den accents haben die Akzente auf dem u und dem a keine Auswirkung auf die Aussprache. Sie dienen der  Bedeutungsunterscheidung einzelner Wörter. Beim e sieht dies jedoch anders aus. Hier zeigt der Akzent meist eine besondere Aussprache an. 


Die französischen Nasalvokale

Zu den normalen Vokalen kommen die Nasalvokale, die für viele Französisch-Schüler:innen zunächst etwas ungewöhnlich sind, da sie in der deutschen Sprache nicht vorkommen. Diese Vokale werden durch die Nase gesprochen. Ein Vokal wird immer dann nasal ausgesprochen, wenn er vor einem n oder m steht. Der Konsonant ist bei der Aussprache nicht mehr hörbar. Die wichtigsten Nasalvokale sind: 
•    an wie in „chanter“ 
•    en wie in „entrer“, 
•    in wie in „vin“, on wie in „bon“ und 
•    un wie der unbestimmte männliche Artikel im Französischen. 
Letzterer ist oft besonders schwer auszusprechen und hört sich im ersten Moment für den Laien wie ein nasal ausgesprochenes ö  an, ist aber ein eigenständiger Laut. 

Ein Trick beim Lernen der Nasalvokale ist, sich die Hand vor den Mund zu halten und nun den Vokal auszusprechen. Durch die Hand wird der Luftstrom durch den Mund blockiert und der Laut durch die Nase artikuliert. Wird beim Aussprechen des Vokals die Nase zugehalten und es ist kein Ton mehr zu hören, ist die Aussprache korrekt.


Das französische Konsonantensystem

Die Konsonanten sind für viele Französisch-Lernende kein Problem. Es gibt lediglich ein paar wenige Ausnahmen bzw. Unterschiede zum Deutschen. Das h am Wortanfang wird meist nicht ausgesprochen. Zudem wird das j im Französischen eher wie „sch“ ausgesprochen und das r deutlicher gerollt. Allerdings werden nicht alle Konsonanten  ausgesprochen. Aufgrund der sogenannten Auslaut-Erweichung wird beispielsweise bei petit das t am Wortende nicht mitgesprochen. 

Das c wird meist wie ein k ausgesprochen. Steht das c aber vor einem a oder einem e und ist mit einem Cédille versehen, wird es wie ein s  ausgesprochen. Ein ch im Wortinneren wird oft zu sch. Eine weitere Besonderheit entsteht, wenn g und n aufeinandertreffen und zu ɲ verschmelzen. Der Laut liegt zwischen einem j und einem n wie in dem italienischen Wort Gnocchi.


Fazit: Französische Ausspracheregeln lernen

Französisch-Schüler:innen kommen oft mit den Konsonanten im Französischen sehr gut zurecht. Akzente und Vokale, insbesondere die Nasalvokale, stellen aber für viele eine Hürde bei der richtigen Aussprache im Französischen dar. 
Beim Vokabeln-Lernen für Französisch hilft die Lautschrift zu erkennen, wie das jeweilige Wort korrekt ausgesprochen wird. Auch Gespräche mit Muttersprachler:innen oder die französische Aussprache mit Audio-, beispielsweise Ton- und Videoaufnahmen, zu lernen, ist hilfreich, um sich die französischen Ausspracheregeln besser einzuprägen. Viele Kurse ermöglichen heute, Sprachen von zu Hause und unterwegs zu lernen

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